Es ist ein Thema, mit dem sich wohl kaum jemand gern auseinandersetzt: Die Möglichkeit einer eintretenden Krise oder Katastrophe. Doch spätestens seit der Pandemie wissen wir, dass außergewöhnliche Ereignisse gewohnte Abläufe stören oder den Alltag komplett zum Erliegen bringen können. Nicht zuletzt die menschengemachte Klimakrise und zunehmende weltpolitische Unsicherheiten tragen dazu bei, dass die Möglichkeit einer Krise zusehends greifbarer erscheint. Doch für den Fall der Fälle lassen sich mit vergleichsweise geringem Aufwand einige grundlegende Vorbereitungen treffen.
Warum vorbereiten?
Durch Unfälle, Wetterereignisse oder Cyberangriffe kann die Infrastruktur für Strom, Wasser, Gas und Kommunikation gestört werden. Konkret bedeutet das im Einzelfall: Krankenhäuser können nur unzureichend arbeiten, Supermärkte können keine Waren nachbestellen, elektronisches Bezahlen mit Karte oder Handy funktioniert nicht mehr, Mobilfunk und Internet fallen aus, zu Hause bleiben Kühlschrank, Herd, Fernseher, Radio, Lampen und Heizung aus. Auch Wasserwerke sind für die Wasserversorgung auf Strom und digitale Systeme angewiesen. In solchen Situationen kann ein heimischer Vorrat, insbesondere an Essen und Trinken, sehr wichtig sein.
Wie Vorbereiten?
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt einen Vorrat, um sich möglichst 10 Tage lang selbst versorgen zu können. Doch auch ein kleinerer Vorrat für zunächst 3 Tage ist bereits sehr hilfreich. Dabei ist folgendes zu bedenken:
- Essen, das auch ohne Kühlung haltbar ist, verdirbt während eines Stromausfalls nicht.
- Essen, das bereits fertig ist, muss nicht mehr gekocht werden.
- Sind besondere Vorräte für Allergiker, (Klein-)Kinder oder Haustiere notwendig?
- Ein Wasservorrat ist wichtig, wenn es kein Leitungswasser mehr gibt. Das BBK nennt als Richtwert einen Bedarf von 2 Litern pro Person und Tag.
Was brauche ich neben Lebensmitteln noch?
Je nach persönlicher Situation können sehr unterschiedliche Dinge wichtig sein. Überlegen Sie am besten in Ruhe, was Sie unbedingt benötigen, wenn beispielsweise der Strom ausfällt. Allgemein sinnvoll sind beispielsweise eine gut ausgestattete Hausapotheke, eine Liste wichtiger Kontaktdaten auf Papier, Taschenlampen und Ersatzbatterien, Hygieneartikel, ein solar-, batterie- oder kurbelbetriebenes Radio und für die kalte Jahreszeit warme Kleidung, Decken oder Schlafsäcke.
Was ist außerdem wichtig?
Wie erhalte ich Warnungen der zuständigen Behörden, und wie schütze ich mich vor Falschmeldungen? Was gehört ins Notgepäck, und wo suche ich Schutz bei bestimmten Gefahrenlagen?
Auf diese und weitere Fragen finden sich Antworten in der Broschüre „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“. Herausgegeben vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bietet das Heft auf 36 Seiten kompakte Informationen und Checklisten zum Thema Vorsorgen für Notfälle. Die Broschüre kann hier kostenlos heruntergeladen werden.
