Gemeinsam für eine schöne Nachbarschaft

20. März 2026

Hinterm Westring wird es grün. Hier, in unmittelbarer Nähe zu unserer Kieler Geschäftsstelle, befindet sich eines unserer genossenschaftlichen Wohnquartiere, das im Norden von der Langenbeckstraße, im Osten vom Westring und im Süden von der Virchowstraße eingefasst wird. 18 längliche Mehrfamilienhäuser stehen hier, bis auf eines sind sie in annähernder Nord-Süd-Ausrichtung in gleichmäßigen Abständen zwischen Bäumen und Grünflächen angeordnet. Zwischen 1929 und 1962 entstanden die Wohnbauten in diesem Gebiet und sind seitdem stetig instandgehalten und den Anforderungen der Zeit angepasst worden.

 

Hier wohnt auch Manfred Struck. Vor 22 Jahren zog er mit seiner Frau Marina in die Virchowstraße, bereits seit 1990 ist er bgm-Mitglied und wohnte vorher in einer Genossenschaftswohnung in der unweit gelegenen Chemnitzstraße. „Wir fühlen uns sehr wohl hier, es ist wirklich eine ideale Wohngegend“, sagen die beiden über ihr Quartier. Denn: „Wir wohnen stadtnah und trotzdem relativ ruhig, weil es hier keinen Durchgangsverkehr gibt. Und alles ist von hier zu Fuß oder mit dem Rad gut erreichbar.“

 

Tatsächlich sind es von hier nur wenige hundert Meter in westliche Richtung bis zur Veloroute 10, Kiels erster sogenannter Premium-Route für Fahrradfahrer. Auf einer ehemaligen Gleistrasse errichtet, verbindet sie den Stadtteil Wik im Norden mit dem Stadtteil Hassee im Süden. Dank vier Fahrradbrücken über vielbefahrene Straßen (und sogar die Autobahn) sowie zweier ampelfreier Straßenquerungen hat man hier als Radfahrer praktisch durchgängig freie Fahrt. Um die Nutzung des Fahrrads als klimafreundliches Verkehrsmittel für unsere Mitglieder möglichst attraktiv und unkompliziert zu gestalten, sind in den letzten Jahren im Quartier drei moderne Fahrradhäuser aus Streckmetall errichtet worden. Viel Aufenthaltsqualität schafft auch die zentrale Grünfläche mit einem schönen Kinderspielplatz, der vor einigen Jahren nach einem gemeinsamen Workshop mit unseren Mitgliedern neugestaltet wurde. Ein weiteres Plus fürs Quartier: der Lebensmittelladen „Topkauf“, der sich in einem unserer Wohnblocks am Westring befindet und alles Wichtige für den täglichen Bedarf bereithält.

 

Lange Jahre war Manfred Struck – ebenso wie seine Frau – bei der Post beschäftigt, kümmerte sich dort um den Einkauf und war in der Erwachsenenbildung tätig. Seit 2012 befindet er sich im (Un-)Ruhestand, wie er selbst sagt. Denn langweilig wird es ihm nicht. So sind es unter anderem der nahegelegene, eigene Garten oder bis vor kurzem auch die Haustiere, um die es sich zu kümmern gilt. Und als gewählter Genossenschaftsvertreter verfolgt er interessiert aktuelle Geschehnisse und Entwicklungen in der Genossenschaft.

 

Manfred Struck liegt sein Umfeld am Herzen. Nicht ohne Stolz erzählt er von seinem Patenbriefkasten, eine Idee, die noch von seinem ehemaligen Arbeitgeber stammt. Dabei geht es darum, als „Briefkastenpate“ einen der öffentlichen, gelben Postkästen sauber und in einem ordentlichen Zustand zu erhalten. Und tatsächlich kümmert sich Manfred Struck noch immer um „seinen“ Briefkasten an der Ecke Westring/Hasseldieksdammer Weg und sorgt für eine kurze Lebenszeit von Dreck, Aufklebern oder Schmierereien. Doch auch in der unmittelbaren Nachbarschaft möchte er etwas bewegen. Inspiriert vom Wildblumenwiesen-Projekt der bgm – seit Jahren wandelt die Genossenschaft Rasenflächen in ökologisch wertvolle Blühwiesen um – initiierte er vor einigen Jahren selbst ein ähnliches Projekt im Kleinen und legte gemeinsam mit einigen Nachbarn im rückwärtigen Bereich seines Hauses ein blühendes, farbenprächtiges Wildblumenbeet an.

 

Es ist dieser Kontakt zwischen den Nachbarn, den Manfred Struck fördern und neu aufleben lassen möchte. „Ich wünsche mir, dass hier eine Gemeinschaft in unserem Quartier entsteht“, so der ehemalige Postler. Seine Idee, um das Wohnumfeld zu verschönern und den Austausch untereinander zu stärken: Eine gemeinsame, nachbarschaftliche Müllsammelaktion mit anschließendem Klönschnack. „Wir könnten uns beispielsweise einmal im Monat treffen, herumliegenden Abfall in unserem Quartier einsammeln und im Anschluss für eine Tasse Kaffee zusammenkommen. So wird die Nachbarschaft schöner und wir lernen uns alle ein wenig besser kennen.“ Zwei Mitstreiter für seine Idee hat Manfred Struck bereits gefunden, aber: „Ich würde mich freuen, wenn noch weitere Leute dazukommen.“

 

 

Wir freuen uns sehr über die Initiative von Manfred Struck und unterstützen das gemeinschaftliche Vorhaben zur Verschönerung der Nachbarschaft! Sie möchten sich beteiligen? Schreiben Sie uns an info@bgm-wohnen.de, gerne stellen wir den Kontakt zu Manfred Struck her.

 

Teilen
Teilen
Teilen
Drucken

Das könnte Sie auch interessieren

04331 357-0 Kontakt Technischer Notdienst Blog Häufig gefragt