Ein lauter Jahreswechsel – und die leisen Folgen

29. Dezember 2025

Der Jahreswechsel steht für Aufbruch, Hoffnung und neue Anfänge. Doch jedes Jahr wird dieser besondere Moment von einem ohrenbetäubenden Spektakel begleitet: Feuerwerk und Böllerei. Was für viele ein kurzer Moment der Freude ist, hinterlässt oft langfristige Schäden – für Umwelt, Natur und nicht zuletzt für uns Menschen.

 

Umwelt und Natur zahlen einen hohen Preis

In wenigen Stunden gelangen tonnenweise Feinstaub, Schwermetalle und Plastikreste in die Luft, auf Straßen, Felder und in Gewässer. Vögel werden aufgeschreckt, verlieren ihre Orientierung oder sterben an Stress. Wild- und Haustiere geraten in Panik, verletzen sich oder laufen davon. Was für uns ein kontrollierbares Vergnügen scheint, ist für die Natur ein Ausnahmezustand – Jahr für Jahr.

 

Verletzte statt Feierstimmung

Die Statistik ist erschreckend: Jedes Silvester werden zahlreiche Menschen verletzt. Verbrennungen, Augenverletzungen, abgerissene Finger oder schwere Gehörschäden gehören zur traurigen Realität. Betroffen sind nicht nur diejenigen, die selbst zünden, sondern auch unbeteiligte Passantinnen und Passanten – darunter immer wieder Kinder.

 

Einsatzkräfte unter Dauerbelastung

Polizistinnen und Polizisten, Rettungskräfte und Feuerwehrleute stehen in dieser Nacht unter enormem Druck. Sie löschen Brände, versorgen Verletzte und sehen sich dabei zunehmend Aggressionen ausgesetzt. Immer häufiger werden Einsatzkräfte selbst verletzt, angegriffen oder gezielt mit Böllern beworfen. Menschen, die eigentlich helfen wollen, werden zu Opfern einer enthemmten Feierkultur.

 

Ein privates Vergnügen mit öffentlichen Schäden

Feuerwerk wird oft als persönliche Freiheit verteidigt. Doch die Folgen tragen wir alle: verunreinigte Städte, hohe Reinigungskosten, belastete Krankenhäuser und traumatisierte Menschen und Tiere. Was bleibt, ist die Frage, ob diese Tradition noch zeitgemäß ist – oder ob wir neue, verantwortungsvollere Wege finden sollten, das neue Jahr zu begrüßen.

 

Zeit für ein Umdenken

Ein Jahreswechsel muss nicht laut sein, um bedeutungsvoll zu sein. Lichtinstallationen, gemeinsames Feiern, Musik oder stille Rituale können ebenso verbinden – ohne Schaden anzurichten. Vielleicht liegt der wahre Neuanfang darin, alte Gewohnheiten zu hinterfragen und Verantwortung zu übernehmen.

 

Liebe Mitglieder der bgm, in diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen guten Rutsch in das Jahr 2026 – passen Sie gut auf sich auf, übernehmen Sie Verantwortung und bleiben Sie gesund!

 

Der Vorstand

Stefan Binder und Martin Ahrens

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